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ECCL LogoDie European Coalition for Community Living führt eine Studie durch, die finanzielle Argumente für einen generellen Übergang von Großinstitutionen zu einem selbstbestimmten Leben in der Gemeinde liefert

Vergleichende Kostenanalyse:
Gemeindenahe Dienste als Alternative zu Institutionen Forschungsauftrag der Europäischen Kommission: Arbeit, soziale Angelegenheiten und Gleichstellung, Generaldirektion         
Projektdaten: Januar 2006 (Dauer 22 Monate)
Durchführende Organisation(en):
Forschungsleitung
Professor Jim Mansell und Dr Julie Beadle-Brown (Tizard Centre, University of Kent)
Prof Martin Knapp und Dr Jose-Luis Fernandez (PSSRU, London School of Economics) Forschungspartner
Dr Johannes Schädler (Universität Siegen)
Prof Luis Salvador-Carulla (PSICOST Scientific Research Association)
Dr Jan Siska (Karls Universität, Prag)
Prof Chantel Van Audenhove und Mr Luk Zelderloo (Katholische Universität Leuven gemeinsam mit der Europäischen Gesellschaft der Dienstleister für Menschen mit Behinderungen (European Association of Service Providers for People with Disabilities) Referenzgruppe
Inclusion Europe
Mental Health Europe
Open Society Mental Health Initiative
European Disability Forum
Im Rahmen ihrer aktuellen Strategie zur Untersuchung von Alternativen zu Institutionen hat die europäische Kommission dieses Projekt initiiert, um wirtschaftliche und finanzielle Aspekte der Deinstitutionalisierung zu untersuchen, um Argumente für eine gemeindenahe Kulisse zu liefern. Diese gemeindenahe Kulisse würde gestaltet um selbstbestimmtes Leben im größtmöglichen Umfang durch das Angebot von höchster Qualität, erschwinglicher und zugänglicher sozialer Fürsorge und Gesundheitsdiensten für Menschen mit Behinderungen zu fördern. Frühere Arbeiten (“Included in Society”), haben die Anzahl von Menschen in Institutionen in 22 europäischen und Beitrittsländern sowie die Situation der Menschen in vier dieser Länder ausführlich untersucht. Die hier vorliegende Studie ist eine Fortführung der früheren Arbeiten und nutzt das Netzwerk von Professionellen und Akademikern in ganz Europa (so z.B. das Intellectual Disability Research Network, Mental Health Economics European Network).
Ziel : das generelle Ziel des Projektes ist es wissenschaftliche Beweise zu liefern, um zu informieren und die Entwicklung von Verfahren für eine Umverteilung finanzieller Mittel zu fördern, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen abgestimmt sind, durch den Übergang von großen Institutionen zu einem System gemeindenaher Dienste und selbstbestimmtem Leben.
Das Projekt beinhaltet drei Phasen und wird ab Januar 2006 über den Zeitraum von 22 Monaten durchgeführt.
Phase 1
diese Phase bezieht alle Partnerorganisationen mit ein und wird bereits existierende statistische und andere quantitative Daten bezüglich der Anzahl von Menschen mit Behinderungen in stationären Einrichtungen (und mindestens 80% der Bewohner sind behindert) in den unten genannten 28 europäischen Ländern analysieren und interpretieren. Die Partner werden offizielle Datenquellen in jedem Land heranziehen und eine Vorlage verwenden, die gemeinsam mit allen Partnern und den Mitgliedern der Referenzgruppen entwickelt wurde, um alle Arten der verfügbaren Dienste und ihre Merkmale, die Anzahl der Plätze in jeder Einrichtung nach Behinderungsart, Alter, Geschlecht sowie Anzahl und Qualifikation des Personals zusammenstellen. Zentraler Punkt dieser Phase wird die Analyse der Vollständigkeit der verfügbaren Daten sowie der Definitionen und Annahmen der zu Grunde liegenden Daten aus jedem Land sein.
Verantwortungsbereiche der einzelnen Partner:
University of Kent, UK: UK, Irland, Dänemark, Malta, Schweden und Finnland
Universität Siegen, Deutschland: Österreich, Deutschland, Lettland, Litauen, Estland, Slowakei und Slowenien
PSICOST, Jerez, Spanien: Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Türkei und Zypern
Karls Universität, Prag, Republik Tschechien: Republik Tschechien, Rumänien, Polen, Ungarn und Bulgarien
Katholische Universität Leuven/EASPD: Belgien, Frankreich, Niederlande, Luxemburg
Phase 2
Diese Projektphase sollen die wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen analysieren, die für einen optimalen Übergang des Systems großer Institutionen zu einem System gemeindenaher Dienste und selbstbestimmten Lebens erforderlich sind und zwar in drei Ländern (England, Deutschland und Italien) als Fallstudien, um die angesprochenen Aspekte darzustellen. Diese Phase beinhaltet:
  • Spezifikation der Rollen nationaler, regionaler und örtlicher Behörden, behinderter Menschen, ihrer Familien, ihrer Vertreter, Stabsorganisation und Nichtregierungsorganisationen.
  • Überlegungen sowohl hinsichtlich des Kostenvergleichs institutioneller gegenüber gemeindenaher Dienste als auch hinsichtlich der Kosten beim Übergang von Institutionen zu entsprechenden Alternativen
  • Klärung der Kosten, die auf die Öffentlichkeit und andere Körperschaften sowie behinderte Menschen und ihre Familien zukommen, soweit dies relevant ist, sowie die unterschiedlichen Effekte auf Männer und Frauen
Phase 3
Diese Phase wird die Erstellung des Berichts anhand der Daten aus Phase 1 und Phase 2 beinhalten. Zusätzlich zur Darstellung der Ergebnisse jeder Projektphase wird der Bericht ein besonderes Augenmerk haben auf:
  • die Angemessenheit der Daten, die in jedem Land zur Verfügung gestellt werden, einschließlich ihrer Vollständigkeit, Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit
  • Empfehlungen für einen kostengünstigen Übergang von Institutionen zu gemeindenahe Diensten, indem unterschiedliche Strategien für die unterschiedlichen Behindertengruppen herausgearbeitet werden.
Auskunft zu diesem Projekt erhalten Sie bei:
Dr Julie Beadle-Brown j.d.beadle-brown@kent.ac.uk + 44 1227 827763
Robert Hayward r.hayward@kent.ac.uk + 44 1227 824852


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