Beratung von und für Menschen mit Behinderung…
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 ZSL-Vorstand
Vereinsvorstand
Zum Vorstand des ZSL - Bad Kreuznach gehören von links nach rechts auf dem neben stehenden Bild dargestellt: Herr Andreas Krämer, Herr Edgar Döll, Frau Dr. Corina Zolle und Herr Ulrich Hoffer.

Vereinsleitbild
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Menschen mit Behinderung, die auf dauernde Unterstützung angewiesen sind, Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben mit persönlicher Assistenz aufzuzeigen und sie bei der Durchsetzung und Umsetzung des persönlichen Budgets zu unterstützen.

Vereinsphilosophie
Wir verstehen uns als Vereinigung von Menschen mit Behinderungen, die sich für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen aktiv einsetzen und ihren Alltag mit begleiten. Echte, stimmberechtigte, Mitglieder unseres Vereins sind deshalb grundsätzlich Menschen mit Behinderungen. Nichtbehinderte Menschen heißen wir natürlich ebenfalls als Mitglieder willkommen und bezeichnen sie als Fördermitglieder, da sie uns mit ihren Ideen, ihrer Solidarität und ihrem Mitgliedsbeitrag finanziell unterstützen, aber kein Stimmrecht besitzen.

Vereinsgeschichte
Unserer Vereinsphilosophie entsprechend wurde im Jahre 2004 das ZSL Bad Kreuznach e. V. (Zentrum für selbstbestimmtes Leben) gegründet.Seitdem steigt unsere Mitgliederzahl ständig und beträgt Ende des Jahres 2010 schon 57. Wir hoffen auf noch viele weitere Mitglieder, und freuen uns auch besonders über jedes neue Fördermitglied.

In der Region um Bad Kreuznach lebt auf Grund der Anhäufung von stationären Behinderteneinrichtungen eine große Anzahl von Menschen mit Behinderungen, die bereits aus stationären Einrichtungen ausgezogen sind und durch die ortsansässigen ambulanten Dienste und Sozialstationen versorgt werden. Ebenso gibt es viele andere, die noch im Heim leben, jedoch den immer stärkeren Wunsch verspüren, eigenständig und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu leben.

In den vergangenen Jahren hat sich eine Reihe von Menschen mit Behinderungen dazu entschlossen, ihre benötigten Hilfen im alltäglichen Leben selbstständig im Rahmen des Arbeitgebermodells zu organisieren. Daraus ergibt sich ein neues, teilweise tariforientiert bezahltes Berufsfeld, das sich inzwischen im allgemeinen Volksmund als Persönliche Assistenz etabliert hat und sich deutlich vom so genannten ambulanten/stationären Pflegeberuf, dem Zivildienst und den freiwilligen bzw. ehrenamtlichen Tätigkeiten abgrenzt, wie zum Beispiel dem FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr).

Ein Ausbildungsberuf als Voraussetzung für Persönliche Assistenz ist in der Regel nicht notwendig. Die individuelle Einarbeitung der MitarbeiterInnen geschieht in der Regel durch die Betroffenen (ArbeitgeberInnen).

Persönliche Assistenz ist inzwischen bekannter und auch anerkannter geworden. Hier haben auch der politische Paradigmenwechsel zur Gleichstellung behinderter Menschen und der damit verbundene Gedanke der De-Institutionalisierung eine wichtige Rolle gespielt, sodass wir uns nun in einem grundlegenden Wandlungsprozess befinden.

Diesen wollen wir stützen und vorantreiben, damit Personen mit Behinderungen in unserer Region und auch überregional die Möglichkeit zu einem selbstbestimmten Leben mit Persönlicher Assistenz erhalten. Somit stellt sich die regionale und überregionale Beratung in Sachen Arbeitgebermodell und Persönliche Assistenz als Hauptaktivität unseres Vereins dar.

In diesem Rahmen bieten wir auch eine Assistenzvermittlung sowie einen Abrechnungsservice für unsere Mitglieder bezüglich der bei ihnen angestellten AssistentInnen. Ende 2010 werden bereits 28 ArbeitgeberInnen mit insgesamt 120 bis 130 Assistentinnen von uns abgerechnet.

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