Der Fall Markus Igel

Seit 2012 lebt Markus Igel mit dem Arbeitgebermodell in einer eigenen Wohnung. Er hat den Mut aufgebracht vor 6 Jahren aus einer Einrichtung auszuziehen. Bis dahin hat er in einem Heim gewohnt, mit allen Vorteilen und Bequemlichkeiten und natürlich auch mit allen Nachteilen. Die Einschränkungen wurden für ihn immer schwerwiegender, sodass er unbedingt ausziehen wollte. Um selbstbestimmt leben zu können, nutzte er das Arbeitgebermodell und ein Teilhabe-Management (Dienst für die Verwaltung des Arbeitgebermodells). Es stand und es steht ihm ein Budget für eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung zu, welches ihm sein Kostenträger (das Landesamt Saarland-Neunkirchen) sukzessive kürzte. 2014 hatte er das erste Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht gewonnen und seitdem gibt es immer wieder neue Verfahren aufgrund von Kürzungen des Budgets. Aktuell wird ihm angetragen, er solle osteuropäische Leiharbeitskräfte und lokale Pflegedienste nutzen und seine bisherigen Assistenten entlassen. Durch die Dumpinglöhne müsste das Amt dadurch für Markus Igel weniger zahlen. Markus Igel wäre durch dieses Modell auch dazu genötigt, dass die Kräfte aus Osteuropa bei ihm wohnen müssten, um auch eine Rund-um-die-Uhr-Versorgung zu gewährleisten. Somit wird entschieden gegen das Wunsch- und Wahlrecht hinsichtlich der Wohnform, wie es in der UN-Behindertenrechtskonvention festgehalten wurde, verstoßen.

Ability Watch:

https://abilitywatch.de/markus-igel/

Change.org:

https://www.change.org/p/lasst-markus-und-andere-behinderte-selbstbestimmt-leben-heimzwang-hubertus-heil-bmas-bund

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Am 24.01.19 fand eine Demo vor dem Landesamt für Soziales in Saarbrücken/Burbach statt, bei der sich bundesweit Mitstreiter und Unterstützer mit Markus Igel solidarisierten.

https://www.sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=69800

Oft behandeln Kostenträger/Ämter Menschen unmenschlich, nur weil sie aufgrund einer Beeinträchtigung auf Unterstützung angewiesen sind. Dadurch werden diese Menschen auf Kostenfaktoren reduziert und ihnen wird ein Preisschild um den Hals gehängt. Es ist gut, dass Markus Igel seine Situation so öffentlich gemacht hat. Leider wissen wir nicht, wie viele andere ähnliche Fälle es gibt, die sich früher oder später dem Druck ergeben und ins Heim gehen. Nur selten ist jemand so kämpferisch und hat einen solch langen Atem wie Markus Igel.

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Kobinet:

https://kobinet-nachrichten.org/de/1/nachrichten/39276/Markus-Igel-bangt-um-Selbstbestimmung.htm

Rheinzeitung:

https://www.rhein-zeitung.de/region/lokales/bad-kreuznach_artikel,-nach-sechs-jahren-im-eigenen-zuhause-rollstuhlfahrer-markus-igel-droht-die-rueckkehr-ins-heim-_arid,1916214.html

Allgemeine Zeitung:

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/stadt-bad-kreuznach/kampf-um-ein-bisschen-freiheit_19861247

https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/bad-kreuznach/stadt-bad-kreuznach/muss-rollstuhlfahrer-markus-igel-zuruck-ins-heim_19860528

Hanz-online:

http://www.hanz-online.de/de/service/archiv/zsl-macht-auf-markus-igel-aufmerksam-selbstgew%C3%A4hlt_jps64n37.html

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